Der Ort ist das Zentrum des Tourismus mit einem großzügig angelegten Strandbad am Neusiedler See im Seewinkel . Die Bewohner forcierten Tourismus und Weinbau , dies machte Podersdorf am See zur größten weinbautreibenden und nächtigungsstärksten Tourismusgemeinde des Burgenlandes. Der Ort ist Teil des Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel und wird von Ornithologen (Ornithologie ) und anderen Naturliebhabern hoch geschätzt. Die geschützte pannonische Landschaft wird sehr gerne von Radfahrern und Wanderern erkundet, die dann in den zahlreichen örtlichen Heurigen (Heuriger ) die traditionelle Stärkung mit den herausragenden Weinen (Wein ) des Weinanbaugebietes genießen.
Podersdorf am
See - Geografie
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| Basisdaten | |
| Bundesland (Bundesland (Österreich) ): | Burgenland (Österreich) (Burgenland ) |
| Politischer Bezirk (Bezirk ): | Neusiedl am See (Bezirk Neusiedl am See ) (ND) |
| Fläche : | 41,73 km² Quadratkilometer |
| Einwohner : | 2.044 (Stand: 31. Dezember 2004) |
| Höhe : | 121 m ü. NN (Normalnull ) |
| Postleitzahl : | 7141 |
| Vorwahl (Telefonvorwahl ): | 02177 |
| Geografische Lage: | Koordinate: 47° 51′ 28" N, 16° 50′ 01" O 47° 51′ 28" N, 16° 50′ 01" O |
| Gemeindekennziffer Amtlicher Gemeindeschlüssel: | 1 07 18 |
| Adresse Gemeindeamt : |
Hauptstraße 2 7141 Podersdorf |
Podersdorf am See - Geografische Lage
Der Ort liegt als einziger direkt am schilffreien Ostufer der Neusiedler Sees (Neusiedler See ) im östlichsten österreichischem Bundesland, dem Burgenland . Die Region zwischen Neusiedler See und Ungarn im Osten wird Seewinkel bezeichnet und ist Teil der kleinen ungarischen Tiefebene (Ungarische Tiefebene ). In dieser flachen und relativ baumlosen Puszta , liegen zahlreiche kleinere Seen mit einzigartiger Fauna und Flora. Die Kulturlandschaft Neusiedler See wurde 2001 zum Weltkulturerbe erhoben.
Podersdorf am See - Geologie
Der Ort liegt auf eiszeitlichen (Eiszeit ) Sand- und Schotterböden der Donau . Eine darüberliegende Lössschicht (Löss ) sorgt dafür, dass Humus und Feuchte erhalten bleiben.
Podersdorf am See - Ausdehnung des Ortsgebiets
Am Podersdorfer Hotter ist Podersdorf am See die einzige Siedlung. Im Süden des Hotters, in der Gegend die Hölle genannt wird, gibt es einige, wenige bewohnte Häuser.
Podersdorf am See - Nachbargemeinden
- Weiden (Weiden am See ) im Norden
- Gols im Nordosten
- Mönchhof im Osten
- Frauenkirchen im Südosten
- Illmitz im Süden
- Donnerskirchen am gegenüber liegenden Seeufer im Westen
Podersdorf am See - Klima
Der Seewinkel liegt im Einflussbereich des kontinentalen pannonischen Klimas (Pannonisches Klima ). Die temperaturausgleichende Wirkung des Neusiedler Sees (Neusiedler See ) sorgt für einen milden Herbst. Dies bietet für den Weinbau optimale Bedingungen. Die Thermik des Sees sorgt dafür, dass im Sommer nur sehr wenig Niederschläge (Niederschlag ) das Land bewässern, was dem Tourismus zum Vorteil gereicht. Im Übrigen gilt der Seewinkel auch als sehr windreiche Gegend, was für Windenergieanlagen (Windenergieanlage ) und von Seglern (Segeln ) und Windsurfern (Windsurfen ) genutzt wird.
Podersdorf am See - Geschichte
- Steinzeitliche (Steinzeit ) und bronzezeitliche (Bronzezeit ) Funde belegen, daß der Seewinkel ein alter Siedlungsraum ist. Die Lage direkt am Neusiedlersee läßt auf Besiedlung des Bereichs der heutigen Gemeinde in prähistorischer Zeit schließen.
- In der Antike hinterließen Kelten und Boier Zeugnisse ihrer Herrschaft.
- Als die Römer im Jahr 9 die Provinz Pannonien errichteten, nannten sie das Land um den Neusiedler See Boierwüste da es sehr dünn von den Boiern (Boier ) besiedelt war.
- Die dichten Eichenwälder des Seewinkels wurden zur Römerzeit abgeholzt (wurde in Carnuntum gebraucht), zurück blieb die heute bekannte, kahle Pusztalandschaft. Erste Weingärten entstanden spätestens unter der Regierung des Kaiser Probus (Probus (Kaiser) ).
- Zur Zeit der Völkerwanderung war die Region wiederholt den Plünderungen einfallender asiatischer Reitervölker (Reitervolk ) - wie den Hunnen , Awaren , Magyaren - sowie der Eroberung und Besiedlung durch Goten , Sueben und slawische Stämme (Slawen ) ausgesetzt, wobei sich die Magyaren um 900 auch im Gebiet des heutigen Burgenlandes durchsetzen konnten.
- 1002 heiratet der magyarische König Stefan (Stephan I. (Ungarn) ) die bayrische Prinzessin Gisela (Gisela von Bayern ) und wird erster christlicher König von Ungarn. In der Folge kamen bayrische Adelige, kirchliche Orden und Siedler nach Ungarn. Die Deutsche Ostsiedlung erreicht magyarisches Gebiet.
- Zur Sicherung der Grenze wurden um 1021 die besiegten Petschenegen (sie wurden auch Bissener genannt und stammten ursprünglich aus dem Gebiet zwischen Talas (Talas (Fluss) ) und Donau ) am Neusiedlersee angesiedelt.
- Zu den bayrischen Einwanderern zählten auch die Grafen Poth, die im 13. Jahrhundert Potzneusiedl und Podersdorf gründeten bzw. übernahmen, was sich in den Ortsnamen niederschlug. Podersdorf existierte aber sicher schon vorher - es hieß um 1009 Altdorf - unter den Grafen Poth wurden kleinere Orte in der Nähe in die umbenannte Gemeinde Podersdorf eingesiedelt.
- Das erste schriftliche Zeugnis stellt die Schenkung und Beurkundung Podersdorfs an den Zisterzienserorden (Zisterzienser ) durch König Andreas II. von Ungarn (Andreas II. (Ungarn) ), im Jahre 1217 dar. Zu dieser Zeit begannen die Mönche vom Stift Heiligenkreuz verstärkt mit dem Weinbau.
- 1241 wurde die Region von Mongolen (Geschichte der Mongolen ) und Tataren unter Batu Khan verwüstet, König Béla IV. (Béla IV. (Ungarn) ) siedelte daraufhin wieder deutsche Siedler an.
- Danach herrschte fast 300 Jahre lang Friede, eine Zeit des Aufschwunges der durch die Pest (Schwarzer Tod ), durch Hungersnot und durch herumziehende Räuberbanden (Räuberbande ) beeinträchtigt wurde.
- Während der Türkenkriege ab 1526 mit der ersten Wiener Türkenbelagerung (Erste Wiener Türkenbelagerung ) bis zur Schlacht am Kahlenberg 1683 war die Region umkämpftes Grenzland. Die überlebenden Podersdorfer verbargen sich während der türkischen Vorstöße im Schilfgürtel. Reformation , Gegenreformation und 30 Jähriger Krieg hatten kaum Auswirkung auf Podersdorf, man war mit Überleben im Krieg während der kleinen Eiszeit (Kleine Eiszeit ) beschäftigt.
- Nach den verheerenden Türkenkriegen und Kuruzzenaufständen (Kuruzzen ) (siehe Die Slowakei in der frühen Neuzeit (1526–1711) ) wurde die arg dezimierte bajuwarische (Bajuwaren ) und magyarische (Magyaren ) Bevölkerung ab 1711 ein drittes mal durch Zusiedler aus dem süddeutschen Raum verstärkt. Diesmal kamen vor allem Schwaben und Franken (Franken (Region) ) in die Region. Dabei erfolgte eine Konzentration kleiner Siedlungen am Podersdorfer Hotter auf den Ort Podersdorf am See. Spätestens zu dieser Zeit wurde Podersdorf deutschsprachig.
- Im 18. Jahrhundert wütete zum letzten mal die Pest in Podersdorf. Danach setzte ein wirtschaftlicher Aufschwung ein. Die Windmühle und die Kirche anstatt der alten Pfarrkirche wurden errichtet.
- Das 19. Jahrhundert brachte Hunger und Elend durch das Jahr ohne Sommer , mehrere Choleraepedemien (Cholera ), Austrocknung des Neusiedlersees, Heuschrecken (Wanderheuschrecken ) und besonders schweren Hagel . Die Zisterzienser ließen Mitte des 19. Jahrhunderts (19. Jahrhundert ) auch das Bernhardinum als Schule errichten, diese war eine der ersten Schulen im Seewinkel. Das Gebäude wurde um 2000 abgerissen.
- Historisch war die Fischerei ein bedeutender Wirtschaftszweig, der jedoch heute keiner Bedeutung mehr zukommt. Die bäuerliche Bevölkerung in dieser Region war immer dem Wohl und Wehe der herrschenden Aristokratie ausgeliefert. Wobei Podersdorf durch den Einfluss der Zisterzienser oft auch beschützt wurde.
- Ab 1867 zerstört die Reblaus die autochtonen (Autochton )Weinreben (Weinrebe ), es dauerte einige Jahrzehnte bis neue, resitente Reben gezüchtet wurden und Erträge abwarfen.
- Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920 /1921 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Pátfalu verwendet werden.
- Nach Ende des ersten Weltkriegs (1. Weltkrieg ) wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes und Volksabstimmung 1921 im Burgenland ).
- Danach kamen die ersten Touristen ins Dorf, die Weltwirtschaftskrise zwang viele Burgenländer in die Emigration .
- Nach dem 2. Weltkrieg war Podersdorf, wie das gesamte Burgenland bis 1955 von sowjetischen (Sowjetunion ) Soldaten besetzt (Besatzungsmacht ). Es kam zu Plünderungen, Vergewaltigungen und Morden, trotzdem haben die Podersdorfer nicht ausschließlich negative Erinnerungen an die Besatzungszeit.
- Nach der Russenzeit (Besetztes Nachkriegsösterreich ) kamen Tourismus und Landwirtschaft in Schwung, das landwirtschaftliche Dorf entwickelte sich zum Tourismus-Zentrum.
- Podersdorf am See ist seit 1992 Marktgemeinde (Gemeinde ).
Podersdorf am See - Wappen
| Wappenspruch |
|---|
| Das weiße Tatzenkreuz im
Blau erinnert uns an Angst und Not, |
| Die Lorbeerzweige künden
noch von Mannesmut und Tapferkeit |
| Der See, das Blau im
Wappenschild, ist unsrer Hoffnung helles Licht, |
| Franz Theuer |
Das Wappen wurde 1765 mit Urkunde an Podersdorf am See verliehen. Die Urkunde liegt im Archiv Mosonmagyarovar/Ungarn auf. 1935 hat der Gemeinderat mit Beschluß vom 8. November 1935 das alte Wappen als offizielles Wappen von Podersdorf am See bestätigt.
Die offizielle Verleihung erfolgte erst 13. September 1992, das Wappen wurde damit dem Gesetz entsprechend per Urkunde der Landesregierung bestätigt.

Wappenbeschreibung
Das Wappen ist schildförmig mit blauem Untergrund, weißes Kreuz gleichschenkelig in der Mitte, zwei Lorbeerzweige schließen das Kreuz unten (ebenfalls weiß).
Die Bedeutung des Wappens ist eine Darstellung der Verbundenheit zum Lebensraum dem Neusiedler See (blau), die geistige Grundlage unseres Glaubens, das Kreuz (Schicksalsgemeinschaft), die Lorbeerzweige stellen wohl die historische und geistige Brücke und die Glorifizierung dieser Symbole dar.
Podersdorf am See - Kultur und Sehenswürdigkeiten
Podersdorf am See - Bauwerke
- Leuchtturm
Unter $2a des Denkmalschutzgesetzes (Denkmalschutz ) stehen:
- Windmühle Diese entstand um 1800 und steht seit 1975 unter Denkmalschutz und ist in Privatbesitz. 2001 wurde der Verein "Windmühle Podersdorf am See" gegründet. Er gewährleistet Renovierung und Erhaltung der Windmühle, sowie Organisation des Besucherbetriebes.
- spätbarocke
(Barock )Kirche
von 1791 in der Seestr. 69, der hl. Katharina geweiht
Zubau von 2000 (Architekten Lichtblau, Wagner) - Dreifaltigkeitssäule (Dreifaltigkeit ) Seestr. 69 von 1687
- Immaculata Säule Hauptstr.
- Stoanprackakreuz (Steinbrecherkreuz (Steinbrecher )) bei Frauenkirchnerstr. 30
- Pfarrhof Seestr. 37
- Julakreuz Neusiedlerstr. 57
Podersdorf am See - Regelmäßige Veranstaltungen
- Bauernmarkt
- Töpfermarkt
- Jahrmarkt
- Windmühlfest
- Summer Opening (Windsurfen und Kite-Surfen )
- Nivea Tour
- Feuerwehrfest
- Musikantenfest
- Weinkost
- Podersdorfer Altweibersommer
- Austria-Triathlon
- Kürbisfest
- Hirter Einzug
- Faschingsumzug
Die Podersdorfer Vereine und Künstler sorgen für ein abwechslungsreiches Dorfleben.
Podersdorf am See - Sport
Podersdorf am See - Sportvereine
Viele Sportvereine und zahllose sportliche Veranstaltungen prägen den Jahresablauf der Podersdorfer. Hier werden auch viele weniger verbreitete Sportarten auf hohem Niveau betrieben: Fußball , Reitsport , Tennis , Segeln , Windsurfen , Eissegeln , Schwimmen , Kiten , Laufen , Radfahren , Dart , Duathlon , Triathlon , Nordic Walking , Herrenturnen (Turnen ), Beachvolleyball , Inlineskating , Streetball , Angeln (Angeln (Fischfang) ), Eislaufen (Eislauf ), Tischtennis , Minigolf , Squash , Badminton , Bogenschießen , Langlaufen (Langlauf ), etc.
Podersdorf am See - Wirtschaft und Infrastruktur
Landwirtschaft
Die Landwirtschaft machte in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrtausends einen umfangreichen Strukturwandel durch. Vom allgemeinen Aufschwung und den Anforderungen der Touristen ermutigt, wurden sämtliche landwirtschaftlichen Aktivitäten zugunsten des Weinbaus (Weinbau ) nahezu aufgegeben. Jede zweite Familie bewirtschaftet eigene Weingärten, auf 454 ha werden Rot- und Weißweine kultiviert.
Podersdorf am See - Ansässige Unternehmen
Essen & Trinken
Eine eine detaillierte Beschreibung ist im Internet verfügbar. Viele Podersdorfer Winzer haben sich zum WeinClub21 zusammengetan und betreiben im Ort - im Gebäude der Raiffeisenbank - eine Vinothek .
sonstige Infrastruktur
Der Ort ist mit allen wesentlichen Geschäften, Betrieben, Behörden, Banken etc. ausgestattet, die in einer Tourismusgemeinde erforderlich sind.
Podersdorf am See - Bildung
In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten, sowie eine Volksschule .
